Zu den Reformüberlegungen in der 3. Liga

Gottschlich29.4.16 - Die 3. Liga Süd-West hat sich in der Saison gut bewährt. Wenige Spielabsagen, Verlegungen und Ergebnis-Keulen sorgten für einen guten Verlauf. Der Leiter der 3. LSW Thomas Roth (BSC Offenbach) lobte die Vereine und Beteiligten über den angenehmen und sportlichen Verlauf der Runde. In den nächsten vier Wochen stehen noch 11 Spiele an.

Alle eventuell in Frage kommenden Aufstiegskandidaten haben bisher einen Aufstieg zum Saisonende abgelehnt. Der Abstand ist gewaltig, das macht sich auch darin bemerkbar, dass die drei hessischen Zweitligisten TG Darmstadt, TGS Hausen und Eintracht Frankfurt freiwillig absteigen wollen. Dabei sollen auch die Auflagen des Dachverbandes in den Bereichen Jugendarbeit, Schiedsrichtergestellung und Lizenzvorgaben für die Trainer eine gewichtige Rolle spielen.

Aufgrund zahlreicher Anfragen freute sich Liga-Leiter Thomas Roth schon darauf, dass in der neuen Saison bis zu 16 Teams in zwei Gruppen zu acht Teams antreten könnten. Das hätte für die Mannschaften kürzere Fahrtstrecken und viele spannende Spiele bedeutet.

Doch aus Hessen kam vom SC Frankfurt 1880 ein gravierender Änderungsvorschlag für eine 3. Liga Hessen. Dort sollten bis auf zwei rheinland-pfälzische Gastvereine (Mainz und Worms) nur noch hessische Teams spielen. Sollte sich der Vorschlag vom SC Frankfurt 1880 durchsetzen, bleiben mindestens zehn Mannschaften außen vor:
- die bisherigen Drittigisten ESC West Kaiserslautern, RG Heidelberg II, Karlsruher SV, RC Luxemburg II, Freiburger RC und Heidelberger RK II,
- sowie die neuen Bewerber RC Konstanz und RC Tübingen…
Begründet wurde die Reform unter anderem damit, dass der SC Frankfurt 1880 Fahrtkosten sparen muss.

Wie sieht es mit den anderen betroffen Teams aus? Sie dürften Probleme bekommen, an einem vergleichbaren Spielverkehr, wie in der bisherigen 3. LSW teilnehmen zu dürfen. Ein qualitativerer Rückschritt dürfte die Folge sein. Mangels nahen Spielverkehrs wird auch die Neugründung von neuen Vereinen und Mannschaften erschwert.

Eine weitere wichtige Frage wird noch bei Annahme der neuen Ligastruktur aufkommen, was wird aus Mannschaften, die nicht mehr mithalten können, also aus- oder absteigen?

Klaus-Uwe Gottschlich

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